Unser Helfer: Die Finanzierung.

von Tino Mangner

Lesedauer: 3 Min


Wall Street Straßenschild für Finanzierung

Nachdem wir im vorherigen Artikel gelernt haben was ein Cashflow (CF) ist, geht es jetzt darum dieses Wissen für unsere zukünftigen finanziellen Entscheidungen zu nutzen. Dazu müssen wir genau wissen, wie sich unsere Entscheidungen auf unseren eigenen Cashflow auswirken. Uns helfen die drei Begriffe: Finanzierung, Investition und Verbindlichkeit.

Beginnen wir mit dem Begriff der Finanzierung.


Der Begriff Finanzierung beschreibt die Herkunft von Geld/Kapital. Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Frage: „Wo kommt Euer Geld her?“

Ein Beispiel dafür ist ein Kredit/Darlehen über 5.000 EUR von Euren Eltern, gedacht als Zuschuss für Euer Studium. Da es Eure Eltern sind, verlangen sie keine Zinsen und möchten das Geld erst nach Eurem Abschluss in 3 Jahren zurückbekommen. Seid Ihr fertig und habt einen Job, könnt Ihr Euch Zeit lassen und zahlt nur die Summe pro Jahr zurück, die für Euch am besten passt. – Scheinen echt nette Eltern zu sein ;)

Betrachten wir nur für dieses zinslose Darlehen Euren Cashflow über den gesamten Zeitraum hinweg, so ergibt sich folgendes Diagramm:

Bsp. einer Finanzierung

Abb. 1: Beispiel einer Finanzierung mittels zinslosem Darlehen.
Quelle: Eigene Abbildung.

Wir sehen, dass es zu Beginn eine große Einnahme von 5.000 EUR (=positiver Cashflow) gibt. Danach folgen 2 Jahre lang weder Einnahmen noch Ausgaben und am Ende zahlt Ihr die Summe Jahr für Jahr in beliebiger Höhe zurück (=negativer Cashflow).
Und genau dieses Schema trifft auf jede Art von Finanzierung zu: Zuerst gibt es Einnahmen und das Geld fließt zu Euch. Danach gibt es Ausgaben und das Geld fließt von Euch weg.

Glühlampe für Finanzierung

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Eine Finanzierung:

  • Beginnt immer mit einem positiven Cashflow. Einmalig oder mehrmals.
  • Endet immer mit einem negativen Cashflow. Einmalig oder mehrmals.

Jetzt seid Ihr dran!

Schnappt Euch ein Blatt Papier oder eine leere Excel-Datei und listet Eure monatlichen Einnahmen auf. Egal wie groß oder klein Eure Posten sind. Ob es sich dabei um Euer Nettogehalt, Provisionen, Mieteinnahmen oder sonstiges handelt. Listet alles auf, was Euch monatlich einen positiven Cashflow beschert. Wir wollen Eure positiven Cashflow-Quellen sichtbar machen! Anbei ein Beispiel.

Auflistung monatlicher Einnahmen

Abb. 2: Auflistung monatlicher Einnahmen.

Quelle: Eigene Abbildung.


Nur für Euch.

Für diejenigen unter Euch, die noch mehr zum Thema Cashflow und dessen Handhabung erfahren möchten, denen empfehle ich das renommierte Buch Rich Dad Poor Dad* von Robert T. Kiyosaki. In diesem Buch beschreibt Kiyosaki seinen persönlichen Lebensweg, welcher vorrangig durch seinen leiblichen Vater und dem Vater eines Freundes bestimmt wurde. Beide Väter waren gebildet, doch unterschieden sich so deutlich in ihrer Denk- und Handlungsweise, dass einer von ihnen zu Reichtum gelangen und der andere in Armut enden sollte. Seine daraus gezogenen Lehren beschreibt er nachvollziehbar und leicht verständlich in jenem Bestseller*.

– Ja, ich hab's gelesen ;)