Unser Freund: Die Investition.

von Tino Mangner

Lesedauer: 4 Minuten


Wall Street Straßenschild für Investition

Der zweite Begriff, um zukünftig bessere finanzielle Entscheidungen treffen zu können, ist der Begriff der Investition. Da wir ein Vermögen aufbauen wollen und dafür unser Geld zwingend sinnvoll anlegen müssen, ist dieser Begriff von essentieller Bedeutung für uns.


Der Begriff der Investition beschreibt die Kapitalverwendung. Dieser Bereich beschäftigt sich mit den Fragen: „Wo fließt das Geld hin?“ und „Wie wird es genutzt?“.

Bleiben wir bei dem Beispiel Eures Studienkredits von Euren Eltern (aus dem vorherigen Artikel) und wechseln wir in ihre Perspektive. Denn das Cashflow Diagramm Eurer Eltern sieht genau umgekehrt aus:

Beispiel einer Investition ohne Gewinn/Rendite

Abb. 1: Beispiel einer Investition ohne Gewinn/Rendite.
Quelle: Eigene Abbildung.

Hier gibt es zuerst eine Ausgabe von 5.000 EUR und erst später folgen die Einnahmen. Da Eure Eltern das Geld nicht an Euch verschenken, sondern es über mehrere Jahre hinweg von Euch zurückerhalten, handelt es sich aus Sicht der Eltern um eine Investition.
Und genau dieses Schema trifft auf jede Art von Investition zu: Zuerst gibt es Einnahmen und das Geld fließt zu Euch. Danach gibt es Ausgaben und das Geld fließt von Euch weg.

Anm.: In der Realität wird mit einer Investition meist angestrebt, dass die zukünftig zu erwartenden Einnahmen den zu Beginn eingesetzten Geldbetrag übersteigen. Anders ausgedrückt: Die Differenz aus eingesetztem Kapital und aller späteren Einnahmen sollte einen Gewinn/eine Rendite ergeben. Da Eure Eltern jedoch keine Zinsen verlangen, machen sie keinen Gewinn, sondern bekommen lediglich ihr eingesetztes Kapital 1:1 zurück.

Gelbe Glühlampe für Investition

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Eine Investition:

  • Beginnt immer mit einem negativen Cashflow. Einmalig oder mehrmals.
  • Endet immer mit einem positiven Cashflow. Einmalig oder mehrmals.

Ziel: Positiver Cashflow. Je größer, desto besser. -> investieren!


Jetzt seid Ihr dran!

Schnappt Euch das Blatt Papier bzw. die Excel-Datei vom letzten Mal, erstellt eine neue Tabelle und listet Eure bisherigen Investitionen auf. Egal wie groß oder klein Eure Posten sind. Ob es sich dabei um Mitarbeiteraktien, Investmentfonds, Immobilien oder sonstiges handelt. Listet alles auf, was im Sinne der o. g. Definition eine Investition darstellt und Euch jetzt oder zukünftig einen positiven Cashflow beschert bzw. noch bescheren wird. Nutzt zur Bezifferung der einzelnen Vermögenswerte den aktuellen Marktwert. Bei 50 Mitarbeiteraktien mit einem aktuellen Kurswert von je 100 EUR ergibt das bspw. 50 * 100 EUR = 5.000 EUR. Listet dabei alles auf, was einen Vermögenswert darstellt. Denn wir müssen Euer Vermögen erst sichtbar machen um es aufzubauen! Anbei ein Beispiel.

Auflistung Vermögenswerte

Abb. 2: Auflistung  der Vermögenswerte.
Quelle: Eigene Abbildung.

Anm.: Es geht aktuell nicht um eine exakte Wertermittlung. Auf komplexe Berechnungen könnt Ihr verzichten. Diese würden Euch nur lähmen und zum prokrastinieren verleiten.


Nur für Euch.

Im letzten Artikel hatte ich bereits auf den Bestseller Rich Dad Poor Dad* von Robert T. Kiyosaki hingewiesen, weil es meinen Blick auf die Welt des Geldes verändert hat. Kiyosaki beschreibt darin seinen Werdegang vom finanziell ungebildeten und armen Kind hin zum finanziell gebildeten und reichen Mann. Sein Werdegang wurde dabei vor allem durch seinen leiblichen Vater und dem Vater eines Freundes geprägt. Beides waren gebildete Väter, doch waren sie zugleich so verschieden in ihrer Denk- und Handlungsweise, dass einer von ihnen zu Reichtum gelangen und der andere in Armut enden sollte. Die daraus resultierenden Erkenntnisse beschreibt Kiyosaki leicht verständlich in diesem Bestseller-Buch*.

– Schnappt Euch bei Interesse dieses weitergehende Wissen!