• Tino Mangner

Übernehmt das Ruder! – Der Haushaltsplan, Part I.

Aktualisiert: 15. März 2019

Wer steuert eure monatlichen Einnahmen und Ausgaben? Euer Chef? Die Fernsehwerbung? Einfach alle außer ihr? »Schluss damit!« Ab jetzt übernehmt ihr selbst das Ruder. Denn ab jetzt nutzt ihr einen »Haushaltsplan«. Damit übernehmt ihr das Ruder und entscheidet selbst über euer finanzielles Auskommen.

Der erste Haushaltsplan.

Nehmt euch die Auflistungen eurer monatlichen Einnahmen und monatlichen Verbindlichkeiten aus dem Casfhlow-Artikel zur Hand und stellt diese tabellarisch gegenüber. Errechnet für jede dieser zwei Spalten die Summe »et voilà!«. Schon habt ihr eine detaillierte Übersicht, welchen positiven Cashflow ihr jeden Monat erzeugt und welchen negativen Cashflow ihr davon bedienen müsst. Ihr habt damit gerade euren ersten Haushaltsplan erstellt! Anbei eine beispielhafte Aufstellung.

Abb. 1: Beispiel eines Haushaltsplans. (Quelle: Eigene Abbildung.)

Durch diesen Haushaltsplan und die sich daraus ergebende, detaillierte Auflistung all eurer Einnahmen und Ausgaben, werden eure finanziellen Entscheidungen messbar. Eure vergangenen Entscheidungen können wir damit zwar nicht mehr ändern, aber sehr wohl eure zukünftigen! Denn alles was messbar ist, können wir steuern und das machen wir ab jetzt.

Der Free Cashflow.

Subtrahiert dazu als erstes euren negativen Cashflow von eurem positiven Cashflow. Das Ergebnis entspricht eurem persönlichen »Free Cashflow«. Der Free Cashflow ist der Betrag, der euch am Ende eines jeden Monats frei zur Verfügung steht und ist bestenfalls >= 0.

Im o. g. Beispiel beträgt der Free Cashflow »2.700 EUR - 1.165 EUR = 1.535 EUR«.

Anm.: Dieser große Free Cashflow entsteht, weil in dem Beispiel nicht alle Ausgaben aufgelistet wurden. Macht euch also keine Sorgen, falls euch am Monatsende (deutlich) weniger Geld zur Verfügung stehen sollte.

Doch könnt ihr euren Free Cashflow jederzeit selbst erhöhen, indem ihr:

  1. Eure Verbindlichkeiten reduziert.

  2. Eure Einnahmen erhöht.

  3. Variante 1 und 2 kombiniert.

Zweifellos ist die 3. Variante am effektivsten. Doch wie immer ist es schwieriger, zwei Dinge gleichzeitig zu erledigen. Daher beginnen wir mit der Reduktion eurer Verbindlichkeiten. Dies ist zu Beginn die einfachste und schnellste Variante, um eure finanzielle Situation zu verbessern.

Die Verbindlichkeiten reduzieren.

Geht für die Reduktion eurer Verbindlichkeiten all eure Ausgaben einzeln durch und fragt euch dabei, ob die jeweilige Ausgabe wirklich nötig ist. Seid dabei ehrlich zu euch selbst. Wenn ihr bspw. seit langem in einem Fitnessstudio angemeldet seid, aber nie hingeht, dann kündigt sofort euer Abo oder geht sofort trainieren. Eins davon müsst ihr tun, wenn ihr in 5 Jahren nicht in derselben Situation sein wollt! Wenn ihr nicht in 5 Jahren zurückblicken wollt, nur um zu festzustellen, dass sich weder ihr noch sonst etwas verändert hat. Legt also besser sofort los: Ermittelt und eliminiert alle unnötigen Ausgaben in eurem Haushaltsplan.

Ihr habt Zeitschriften abonniert? Seid Mitglied im Sonnenstudio? Habt ein Spiele-Abo? Gut! Doch überlegt euch, ob sich die Höhe der jeweiligen Ausgabe für die Häufigkeit eurer Nutzung lohnt. Seid euch bewusst, dass sich mit allem was ihr pro Jahr/Monat einspart, euer Free Cashflow unmittelbar erhöht. Ohne dass sich dabei eure Lebensqualität verschlechtern muss.

Quick-Tipp: Die Kündigungen von nicht genutzten Dienstleistungen und Produkten sind simple Wege, um euren Free Cashflow effektiv zu erhöhen. Im Download Center findet ihr dazu eine Vorlage zur Kündigung eines Abos. Weitere Vorlagen für Kündigungsschreiben findet ihr auf http://www.kuendigungsschreiben.co/.

Meine Erfahrung.

Über die Zeit hatten sich bei mir selbst einige kleinere Abonnements angesammelt, welche ich kaum oder gar nicht mehr genutzt habe. Dank meines Haushaltsplans konnte ich mir diese Verbindlichkeiten vor Augen führen und direkt kündigen bzw. die Kündigung fristgerecht veranlassen. So habe ich Amazon Prime gekündigt und damit pro Jahr 69 EUR eingespart. Nicht viel, aber es summiert sich durch die Kündigung weiterer Abonnements, wie der Kündigung meines Kreditkartenvertrags für 69 EUR pro Jahr. Allein durch diese zwei Kündigungen habe ich, ohne großen Aufwand und ohne meine Lebensqualität einzuschränken, jedes Jahr 138 EUR mehr zur Verfügung. – Ich habe ohnehin fast ausschließlich Netflix genutzt und mit meiner EC-Karte bezahlt.

Die Zusamenfassung.

Der Haushaltsplan ist die tabellarische Aufstellung aller monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Er ermöglicht eine simple Analyse aller Posten sowie eine effektive Steuerung des resultierenden Free Cashflows.


25 Ansichten

Perfekt für Neulinge.

Das Buch »Rich Dad, Poor Dad«* von Robert T. Kiyosaki wird euren Blick auf das Geld verändern, weil es Kiyosakis Werdegang vom finanziell ungebildeten, armen Kind hin zum finanziell gebildeten, reichen Mann beschreibt. Dieser Werdegang wurde dabei vor allem durch seinen leiblichen Vater und dem Vater eines Freundes geprägt. Beide Väter waren gebildet, doch unterschieden sich so deutlich in ihrer Denk- und Handlungsweise, dass einer von ihnen zu Reichtum gelangen und der andere in Armut enden sollte. Seine daraus gezogenen Lehren beschreibt er leicht verständlich in diesem Bestseller.

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