• Tino Mangner

Setzt die Segel! – Der Haushaltsplan, Part II.

Aktualisiert: 15. März 2019

Setzt die Segel und nehmt weiter Fahrt auf, indem ihr euren monatlichen »Free Cashflow« nochmals erhöht! Und zwar weiterhin auf einfachem und schnellem Wege, ohne euren aktuellen Lebensstandard zu reduzieren. – Lest weiter, wenn ihr den Vorteil eines größeren Free Cashflows beim Aufbau eines eigenen Vermögens erkannt habt. Lest weiter, um eure Verbindlichkeiten ein zweites Mal zu optimieren!

Die Alternativen finden.

Nehmt dafür den Haushaltsplan zur Hand, welcher von euch bereits in »Der Haushaltsplan, Part I« um alle unnötigen Verbindlichkeiten bereinigt wurde. Schaut erneut in die Spalte eurer Verbindlichkeiten. Dort sollten gegenwärtig nur noch Posten gelistet sein, auf die ihr aktuell nicht verzichten könnt oder nicht verzichten möchtet. Diese wollen wir durch gleichwertige, aber günstigere Alternativen ersetzen. So werdet ihr euren gewohnten Lebensstandard halten können und zusätzlich am Ende jeden Monats mehr Geld übrighaben. Identifiziert eure betragsmäßig größten Ausgaben und überlegt, ob sich diese einfach und ohne signifikante Einschränkungen eures Lebens reduzieren lassen. Häufig zählen dazu Verbindlichkeiten für:

  • Strom

  • Gas/Heizung

  • TV- & Internet-Anbieter

  • Mobilfunkanbieter

  • KFZ-Versicherung

  • Weitere Versicherungen

  • Girokonto inkl. Kontoführungs- und/oder Kreditkartengebühren.

Bei der Suche nach günstigen Alternativen können euch Portale wie Check24* und deren Vergleichsrechner helfen. Anbei zwei Beispiele von Vergleichsrechnern*.

Der Check24-Stromvergleich.

Quick-Tipp I: Schaut euch neben den reinen Vergünstigungen unbedingt alle angebotenen Leistungen und zugehörigen Bedingungen an. Dabei gilt: je mehr Alternativen ihr schnell und transparent miteinander vergleichen könnt, desto besser. Online-Vergleichsportale sind eine einfache Möglichkeit.

Der Check24-Gasvergleich.

Quick-Tipp II: Vermeidet es, den vollen Jahresbetrag einer Verbindlichkeit per Vorauskasse zu zahlen. Denn wenn ihr monatlich bezahlt, könnt ihr das verbleibende Geld zwischenzeitlich anderweitig verwenden. Ferner vermeidet ihr den Verlust eures gesamten Jahresbeitrags, falls der Leistungsanbieter selbst leistungs- und zahlungsunfähig wird.

Abb. 1: Beispielhafte Auflistung aller Ausgaben bei Kauf und Nutzung eines eigenen Autos. (Quelle: Eigene Abbildung.)

Damit sich die Optimierung eurer Verbindlichkeiten voll entfalten kann, solltet ihr von nun an bei Jeder eurer zukünftigen Entscheidungen an den Cashflow denken und diesen in eine der drei Kategorien: »Finanzierung«, »Investition« und »Verbindlichkeit«, einordnen. Und wenn das Geld nur von euch wegfließt ohne je zurückzufließen, dann fragt euch ehrlich, ob ihr diese Ausgabe benötigt bzw. unbedingt wollt. Denn es handelt sich um eine Verbindlichkeit und ihr werdet kontinuierlich Geld verlieren. Und je mehr Geld ihr verliert, desto weiter entfernt ihr euch von eurem Ziel. Mit jeder Ausgabe macht ihr einen Schritt weg vom eigenen Vermögen und hin zur eigenen Armut. Nebendran nochmals das Beispiel des negativen Cashflows durch den Kauf und die Nutzung eines eigenen Autos aus dem Cashflow-Artikel.

Meine Erfahrung.

Ich war selbst lange Zeit bei einem lokalen Stromversorger, wobei die lokalen Stromversorger in der Regel etwas teurer sind als andere Anbieter. Mit dem Vergleichsrechner habe ich mir einen neuen Versorger mit einem günstigeren Stromtarif herausgesucht und erhielt für den Wechsel zusätzlich einen Neukundenbonus, welcher meine Ersparnis für das erste Jahr weiter erhöhte. Seitdem spare ich mein Geld nicht nur durch den günstigeren Stromtarif ein, sondern auch durch den gewährten Abschlag von 15% auf den gesamten Rechnungsbetrag des 1. Jahres und einer einmaligen Prämie von 50 EUR. Dazu musste ich jedoch eine Vertragslaufzeit von 12 Monaten und einen zugehörigen fixen Stromtarif akzeptieren. Zusätzlich werde ich ab 2019 durch eine günstigere KFZ-Versicherung ~150 EUR pro Jahr einsparen ebenfalls mit leicht geänderten Konditionen.

Rechne ich nun meine Ersparnisse durch das Vorgehen aus Part I und II zusammen, so komme ich ab 2019 auf eine jährliche Ersparnis von fast 400 EUR – ohne das ich dies im Alltag bemerke. Ohne, dass sich mein Lebensstandard verschlechtert.

Anm.: Falls ihr mehr zum Thema Versicherungen, dabei zu beachtende Kriterien und mögliche Einsparpotenziale erfahren möchtet, so schaut euch gerne die Artikel der Kategorie »Versicherung« genauer an.

Nur für Euch.

Im Download Center findet ihr ein kleines Schmankerl zum leichten und regelmäßigen Erfassen eurer Einnahmen und Ausgaben: Ein Haushaltsplan im Excel-Format! Ich selbst nutze diesen Haushaltsplan mindestens einmal pro Woche um meine finanzielle IST-Situation festzuhalten und mit dem SOLL-Zustand abzugleichen.

Die Vorlage stammt mit freundlicher Genehmigung von der Seite https://excel-vorlagen.net/. Falls ihr weitere praktische Vorlagen für Excel sucht, schaut gerne einmal dort vorbei. Dort gibt es wirklich alles Mögliche. – Ja, sogar einen Putzplan! ;)

Die Zusamenfassung.

Reduziert eure Verbindlichkeiten, reduziert deren Höhe und nutzt euren Haushaltsplan wirklich regelmäßig (mind. 1x Woche) um voll davon zu profitieren.


13 Ansichten

Perfekt für Neulinge.

Das Buch »Rich Dad, Poor Dad«* von Robert T. Kiyosaki wird euren Blick auf das Geld verändern, weil es Kiyosakis Werdegang vom finanziell ungebildeten, armen Kind hin zum finanziell gebildeten, reichen Mann beschreibt. Dieser Werdegang wurde dabei vor allem durch seinen leiblichen Vater und dem Vater eines Freundes geprägt. Beide Väter waren gebildet, doch unterschieden sich so deutlich in ihrer Denk- und Handlungsweise, dass einer von ihnen zu Reichtum gelangen und der andere in Armut enden sollte. Seine daraus gezogenen Lehren beschreibt er leicht verständlich in diesem Bestseller.

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