• Tino Mangner

Mit Struktur zum eigenen Vermögen – das 4-Kontensystem, Part I.

Aktualisiert: 30. März 2019

Endlich! Wir haben unseren Haushaltsplan aufgestellt, unsere Verbindlichkeiten optimiert und wissen damit ganz genau, was im Normalfall jeden Monat übrigbleibt. Als nächstes bauen wir uns eine Struktur, die unser Geld fast von alleine anhäuft! Damit stehen wir zukünftig finanziell besser da als heute und können unsere zukünftigen Wünsche leichter erfüllen.

Legen wir also besser direkt los und schauen uns an, wie wir das monatlich verbleibende Geld automatisiert und abhängig unserer Ziele aufteilen und ansparen können.

Der Aufbau.

Grundlegend besteht das System aus einer exakt für den Vermögensaufbau ausgerichteten Bankkontenstruktur. Diese besteht im einfachen Fall aus 4 Einzelkonten, wobei diese Konten nicht zwangsläufig auch bei 4 verschiedenen Banken sein müssen. Viele Banken bieten die Möglichkeit weitere (Unter-)Konten einzurichten. Macht ruhig von dieser Möglichkeit Gebrauch, doch vermeidet Kontoführungsgebühren und Negativzinsen! Denkt immer daran: vermeidet Verbindlichkeiten, wann immer es geht.

Anm.: Negativzinsen sind Zinsen, die auf euer aktuelles Kontoguthaben anfallen. Im Gegensatz zu einem positiv verzinsten Tagesgeldkonto, bekommt ihr diese Zinsen nicht gutgeschrieben, sondern abgezogen. Damit verringert sich euer Kontoguthaben kontinuierlich, auch ohne dass ihr etwas ausgebt.

Zur Umsetzung des 4-Kontensystems benötigen wir folgende Konten:

  1. Das Einnahmen-Fixkonto.

  2. Das Konsumkonto.

  3. Das Sicherheitskonto.

  4. Das Investitionskonto.

Am Anfang steht das Einnahmen-Fixkonto.

Auf diesem Konto werden all eure Einnahmen gebucht. Dafür ist es bspw. auch notwendig, dass ihr dieses Konto bei eurem Arbeitgeber als Auszahlungskonto für euer Gehalt angebt. Es ist jedoch nicht nur das Tor in euer gesamtes Kontensystem, sondern zugleich auch ein Tor hinaus für all eure Fixkosten. D. h., dass ihr all eure Fixkosten wie Strom, Gas/Heizung, KFZ-Versicherung, Netflix-Abo, … dort abbuchen lasst bzw. von dort aus überweist. Für das Einnahmen-Fixkonto ist daher ein Girokonto ideal.

Abb. 1: Das Einnahmen-Fixkonto. (Quelle: Eigene Abbildung.)

Es folgt das Konsumkonto.

Von hier aus werden alle variablen Kosten abgebucht. D. h., all eure monatlich schwankenden Ausgaben, wie Einkäufe von Lebensmitteln, Shopping, Freizeitaktivitäten, Restaurantbesuche, … werden über dieses Konto bezahlt. Damit ihr wirklich alles direkt über dieses Konto bezahlen und auch Bargeld abheben könnt, benötigt ihr für das Konsumkonto eine separate EC-/Kreditkarte. Auch hierfür ist ein Girokonto ideal.

Abb. 2: Das Konsumkonto. (Quelle: Eigene Abbildung.)

Es folgt das Sicherheitskonto.

Das Sicherheitskonto dient im 4-Kontensystem der reinen Absicherung und explizit nicht dem Vermögensaufbau. Es verschafft euch die notwendige finanzielle Sicherheit. Auf diesem Konto spart ihr euer Geld und könnt im Notfall schnell darauf zurückgreifen. Aufgrund dessen ist hierfür ein Tagesgeldkonto ideal.

Abb. 3: Das Sicherheitskonto. (Quelle: Eigene Abbildung.)

Als letztes folgt das Investitionskonto.

Dieses Konto hilft uns endlich beim Aufbau unseres eigenen Vermögens. Solange das Investitionskonto möglichst gebührenfrei ist und euch einen flexiblen Zugang zu eurem Guthaben ermöglicht, ist die Kontenart irrelevant. In der Regel ist hierfür ein Giro-, Tagesgeld- oder Verrechnungskonto ideal.

Abb. 4: Das Investitionskonto. (Quelle: Eigene Abbildung.)

Das gesamte Setup.

Wie das Ganze nun im Verbund mit allen Einnahmen, Ausgaben und Überweisungen aussieht? Genau so:

Abb. 5: Übersicht des 4-Kontensystems inkl. aller Geldströme. (Quelle: Eigene Abbildung.)

  1. Stellt sicher, dass eure gesamten Einnahmen auf das Einnahmen-Fixkonto laufen. Da ihr durch den Haushaltsplan eure Fixkosten kennt und genau wisst, welchen Geldbetrag ihr dafür jeden Monat benötigt, belasst ihr von den Einnahmen genau diesen Betrag auf dem Einnahmen-Fixkonto. Stellt nun sicher, dass all eure fixen Kosten tatsächlich von hier aus überwiesen bzw. abgebucht werden.

  2. Da ihr zudem eure durchschnittlichen, monatlichen Konsumausgaben kennt, wisst ihr auch, welchen Geldbetrag ihr dafür auf eurem Konsumkonto benötigt. Überweist diesen Betrag + 10% Puffer sofort nach Erhalt eurer Einnahmen vom Einnahmen-Fixkonto auf das Konsumkonto. Vorzugsweise richtet ihr dafür einen monatlichen Dauerauftrag ein.

  3. Alles was jetzt noch an Guthaben übrig ist, ist euer monatlicher Free Cashflow. Teilt diesen Free Cashflow im Verhältnis 50:50 auf das Sicherheits- und das Investitionskonto auf und überweist diese zwei Geldbeträge sofort nach Erhalt eurer Einnahmen vom Einnahmen-Fixkonto auf das Sicherheits- bzw. das Investitionskonto. Auch hierfür richtet ihr vorzugsweise jeweils einen monatlichen Dauerauftrag ein.

Das Fazit.

Mit diesem, und durch die Daueraufträge zusätzlich automatisierten, 4-Kontensystem spart ihr jeden Monat einen Teil eures Geldes für den Notfall, spart gleichzeitig einen Teil für zukünftige Investitionen und lebt obendrein noch weiter wie bisher – ohne euren Lebensstandard zu reduzieren. Daher eröffnet jetzt eure noch fehlenden Bankkonten, richtet alles entsprechend der oben dargestellten Übersicht des 4-Kontensystems ein und freut euch in Part II auf zusätzliche Details und Personalisierungsmöglichkeiten.

Ihr wisst noch nicht genug um euer Geld anzuhäufen?!

Dann kann ich euch ein sehr bekanntes Buch empfehlen. Es ist für alle perfekt geeignet, die noch am Anfang ihrer finanziellen Reise stehen, aber grundsätzlich mehr über die zum Vermögen führende Denkweise lernen möchten.

Wenn ihr eure eigene finanzielle Zukunft gestalten möchtet, dann schnappt euch das Buch »Der reichste Mann von Bayblon«* von Goerge Samuel Clason. Ein weiteres tolles Buch um sich das in der Schule nicht gelehrte Wissen anzueignen und den eigenen finanziellen Horizont zu erweitern. – Kurz und interessant, sag ich mal :)


29 Ansichten

Perfekt für Neulinge.

Das Buch »Rich Dad, Poor Dad«* von Robert T. Kiyosaki wird euren Blick auf das Geld verändern, weil es Kiyosakis Werdegang vom finanziell ungebildeten, armen Kind hin zum finanziell gebildeten, reichen Mann beschreibt. Dieser Werdegang wurde dabei vor allem durch seinen leiblichen Vater und dem Vater eines Freundes geprägt. Beide Väter waren gebildet, doch unterschieden sich so deutlich in ihrer Denk- und Handlungsweise, dass einer von ihnen zu Reichtum gelangen und der andere in Armut enden sollte. Seine daraus gezogenen Lehren beschreibt er leicht verständlich in diesem Bestseller.

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