• Tim Haupt

Der Deal mit dem Teufel – Part I, die Langlebigkeit.

Aktualisiert: 10. März 2019

Viele Leute fragen mich: »Tim, sag mir mal, was ich für Versicherungen benötige!«. Wer mich kennt, weiß, dass ich fast immer gleich antworte: »Nur das, was Dir persönlich wichtig ist.« Bekomme ich dann zu hören, dass derjenige keine Ahnung hat, beginne ich kurz und knapp mit den verschiedenen Risiken im Leben. Was die eigene Person betrifft, birgt das Leben drei Risiken: »Die Langlebigkeit«, »der vorzeitige Tod« und »der Verlust der Arbeitsfähigkeit«. Bei all diesen Punkten kann man mit dem Teufel Roulette spielen, weil man nicht vorhersagen kann, ob überhaupt oder wann etwas eintritt.

PS: Wenn Ihr das könnt, bitte meldet Euch! :D

Heute möchte ich auf das Thema Langlebigkeit zu sprechen kommen. Also kurz und knapp: Über dein Rentenalter.

Irgendwann kommt nun einmal der Tag, an dem man nicht mehr arbeiten muss, nicht weil man im Lotto gewonnen hat, sondern weil man in die wohlverdiente Altersrente geht. Viele denken »Jo! Dann hab´' ich es endlich geschafft!«, aber was ist, wenn man noch 40 Jahre lang mit viel zu wenig Geld auskommen muss?

Aus dem Nähkästchen.

Mein allererster Kunde (als Azubi) meinte zu mir, als ich ihn zum Thema Altersvorsorge ansprach: »Herr Haupt, machen Sie sich keine Sorgen. Dafür habe ich eine Spritze im Kühlschrank liegen.« ... und ich dachte mir nur »bitte waaaaas?!« Das werde ich mit Sicherheit nicht so schnell vergessen. Und das bei meinem Gedächtnis.

Back to topic: Es gibt sicherlich eine Menge Möglichkeiten, für das Alter vorzusorgen. Entweder nutzt man die Tipps aus diesem Blog, um ein Vermögen aufzubauen, man spielt Lotto, geht in Spielcasinos oder nutzt ganz klassisch die Rentenversicherung.

Habt Ihr gewusst?

Natürlich sorgt ihr schon für das Rentenalter vor. Ganz automatisch über euer Gehalt. Ihr zahlt einen gewissen Prozentsatz eures Gehalts (2018: 18,6%) gemeinsam zu je 50% mit eurem Arbeitgeber in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Das Geld wird dann über das Umlageverfahren aber direkt zur Zahlung von aktuellen Renten verwendet. Das Sprichwort »Du zahlst mir meine Rente«, was Oma und Opa gern mal auf Lager haben, stimmt also wirklich. Natürlich zahlt nicht unbedingt jeder in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Selbstständige können sich zum Beispiel unter bestimmten Voraussetzungen davon befreien lassen und wer als Angestellter überdurchschnittlich viel verdient, der muss maximal 539,40€ (Ost) bzw. 604,50€ (West) monatlich einzahlen.

Es gibt gefühlt zahllose Varianten an privaten Rentenversicherungen. Angefangen bei der Basisrente, über die Riesterrente, bis hin zu flexiblen Produkten. Welches genau zu euch passt? Ganz einfach: Worauf ihr Lust habt! Natürlich ist die Basisrente beispielsweise für Selbstständige vorteilhafter. Eine Riester-Rente lohnt sich vorrangig für Eltern. Eine flexible Rente ist grundsätzlich für jedermann.

Ich persönlich bemerke immer häufiger in letzter Zeit, dass vor allem meine Generation enorm auf Flexibilität setzt. Somit bleibt eben nur diese Art von Rentenversicherung über. Gepaart mit einer guten Auswahl an Fonds kann man damit heutzutage sogar noch Zinsen erwirtschaften. Auf eine Laufzeit von meist über 30 Jahren kommt da schon eine enorme Summe zusammen. Und warum heißt es flexibel? Weil es einfach extrem flexibel ist. Man legt zu Beginn einen monatlichen Beitrag fest, kann aber jederzeit eine Zuzahlung machen, die Beiträge pausieren (wenn nötig), den Beitrag erhöhen, die Fondauswahl ändern, das Rentenalter vorverlegen, das Rentenalter nach hinten verschieben, eine Rente beziehen, ein Einmalkapital bekommen ...

Lust auf ein Beispiel? – Okay!

Sprechen wir über Lisa – 24 Jahre jung (war nach dem Abi ein Jahr in Australien und spricht seither viel auf Englisch). Well – Lisa möchte für ihr Rentenalter vorsorgen und entscheidet sich für eine flexible Rentenversicherung. Sie möchte klein anfangen und zahlt monatlich 30 € ein (für die Kenner unter euch: das Beispiel ist ohne jährliche dynamische Anpassung berechnet). Zum Renteneintritt (aktuell das 67. Lebensjahr) kann sich Lisa nun entscheiden, ob sie ca. 200 € monatliche Rente (ein Leben lang!) bekommt, oder einmalig knapp 55.000 € erhalten möchte. Nicht so schlecht dafür, dass sie nur 15.480 € eingezahlt hat, oder? Genau das ist der Sinn und Zweck einer guten Altersvorsorge. Möglichst früh anfangen, um vom Zins und Zinseszins zu profitieren. Natürlich muss man jetzt noch die ganze steuerliche Seite betrachten, aber das ist ein wenig zu kompliziert, um es hier kurz und knackig darzustellen. Feststeht: Natürlich fallen am Ende der Laufzeit Steuern an, aber wobei nicht?

Fazit.

Eine Form der Altersvorsorge ist unerlässlich. Man muss schlicht und ergreifend einfach vorsorgen. Der Hauptgrund: ganz grob überschlagen bekommt man nur die Hälfte des Gehalts als Altersrente. Auf welchem Weg man für sich vorsorgt, ist jedem selbst überlassen. Spart euch ein Vermögen an und/oder investiert ein paar Euro monatlich in eine Rentenversicherung. Wichtig ist nur, dass ihr euch damit wohl fühlt und vor allem versteht, wofür ihr das ganze macht – für Euch selbst!

– Euer Tim


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